NoSQL


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Mrz 12

MongoDB Berlin

Als Ein-Tages Konferenz mit zwei parallelen Tracks war das Programm der MongoDB Konferenz in Berlin am 20. März 2012 von vornherein sehr ehrgeizig angesetzt und vollgepackt mit einem engmaschigen Zeitplan. Um es kurz zu machen: der Besuch hat sich voll und ganz gelohnt. Die Veranstaltung bot, obwohl sie total ausgebucht war und die beiden Räume des Maritim Hotels aus ihren Nähten zu platzen drohten, einen vielseitigen Einblick in ein breites Themenspektrum (vom Schema Design, der Wahl der richtigen Sharding Keys bis hin zur Roadmap) direkt aus erster Hand der Softwareentwickler.

Der Veranstalter 10gen, die kommerzielle Unternehmung hinter dem Open-Source Projekt, hat darauf geachtet auch Kunden (XING, VZ, Solvians) aus ihren Projekten vortragen zu lassen, was das Programm abwechslungsreicher machte und außerdem Real-World Eindrücke beim Einsatz von MongoDB vermittelte. Positiv aufgefallen ist mir auch, dass das Publikum (300 Teilnehmer aus ganz Europa) sehr breit gefächert war: von klassischen Unternehmensberatern bis hin zu Code Nerds, von StartUps (6Wunderkinder, Socialbakers) bis zum Großunternehmen (Otto) waren alle vertreten. Zudem waren die Entwickler unterschiedlichster Lager so friedlich nebeneinander vereint, wie schon lange nicht mehr: egal ob JavaScript, PHP, Ruby, Java und Objective-C  alle haben gleich interessiert den Vorträgen gelauscht.

Hier ein paar Fotos, die ich während der Konferenz aufgenommen habe:

Bis zur Veröffentlichung der Version 2.2 von MongoDB ist es, laut Max Schireson (10gen President), nicht mehr allzu lange hin: das Publikum wurde zumindest auf das Frühjahr 2012 verwiesen. Sehr gespannt darf man wohl auf das neue „Aggregation Framework“ sein, mit dessen Hilfe deklarativ mächtige Abfragen formuliert werden können, die leichter verständlich, als auch performanter als die heutigen Map Reduce Jobs ausgeführt werden sollen.

Die einzigen Wermutstropfen gehen an die schwache Kaffeeversorgung am Nachmittag (1 Pause mit 1 Kaffeemaschine für 300 Teilnehmer ist wohl doch etwas zu knapp kalkuliert) und die etwas überfüllten Räume. Besonderes Highlight waren für mich die Vorträge von Richard Kreuter (dank seines lebendigen und unterhaltsamen Vortragstils) als auch von Christian Kvalheim (für sein fantastische Pacman Revival in Form von mongoman mit HTML5 Websockets mit Hilfe von node.js).

Folien der Präsentationen und weitere Ressourcen: